Kategorie: Dokumentation

YEAH – Ich bin dann mal fertig

Die taohealth-Ausbildung zum Entspannungspädagogen hat die Bezeichnung Intensivausbildung definitiv verdient. Es war einfach nur intensiv, intensiv, intensiv und es hat Spaß gemacht. „Intensiv“ beschreibt jetzt auch meinen mentalen Zustand ganz gut. Wir haben so viel gelernt und so viel meditiert … Ich glaube, ich habe wunde Stellen an den Synapsen.

Eine schöne Erfahrung war auch das Zusammentreffen der Teilnehmer. Wir kamen alle aus verschiedenen Bereichen und im Zuge der Ausbildung lösten sich die beruflichen Grenzen auf und wir verschmolzen zu einer einzigen Achtsamkeitsbranche. Ob nun Psychologe oder Physiotherapeut, nach der xten Körpermediation ist sowieso alles Eins.

Wer mich jetzt etwas fragen möchte, möge bitte ein paar Tage warten. Ich möchte mich erst noch genauer mit dem Thema Regeneration befassen.

In diesem Sinne, tiefenentspannte Grüße
Ihr Stressmanagement

56-Tage-PMR-Challenge

56 Tage PMR. Und nein, PMR hat nichts dem prämenstruellen Syndrom zu tun und ist auch keine hippe Diät. PMR ist die Abkürzung für PROGRESSIVE MUSKELRELAXATION, eine anerkannte und wissenschaftlich fundierte Entspannungstechnik nach Edmund Jacobsen. Das Ganze funktioniert so, dass man bestimmte Muskelgruppen bewusst anspannt und wieder bewusst entspannt. Dies trainiert den Muskelsinn, die Wahrnehmung von muskulären Spannungszuständen und die genaue Unterscheidung von Anspannung und Entspannung. Ziel des PMR-Trainings ist es, muskuläre Spannungszustände frühzeitig zu erkennen und auflösen zu können, was mit einem generellen Entspannungsgefühl einhergeht.

PMR ist ein effektives Anti-Stress-Training

Körper und Geist beeinflussen sich gegenseitig. Wenn wir Stress haben, ist unsere Muskulatur angespannt. Entspannen wir unsere Muskulatur, entspannt sich auch der Geist. Dummerweise nehmen wir die körperliche Anspannung in der akuten Stresssituation normalerweise nicht wahr und es dauert entsprechend lange, bis wir uns wieder entspannen. Durch das regelmäßige Training der progressiven Muskelentspannung ist es anders. Denn wir nehmen die Anspannung war und können sie vermindern. Anfangs durch körperliche An- und Entspannung der Muskulatur, später (sofern wir eifrig geübt haben) können wir diesen Prozess sogar rein mental steuern.

Die Challenge

Heute habe ich also begonnen, acht Wochen lang progressive Muskelentspannung zu üben. Nicht weil ich so gestresst bin, sondern weil ich gerade eine Weiterbildung zur Enspannungspädagogin mache. Ich persönlich habe noch keinen PMR-Kurs über so eine lange Zeit gemacht und möchte den Prozess den meine späteren Kursteilnehmer durchlaufen auch selbst erfahren.

Teil dieses Prozesses ist es ein Tagebuch zu führen, in dem das tägliche Üben dokumentiert wird. Da ich mir aber sowieso vorgenommen habe, wieder aktiver im Internet zu sein und weil ich unserer reizenden Dozentin Shakti beweisen möchte, dass ich die acht Wochen voll durchziehe, werde ich den gesamten PMR-Trainingsprozess hier und auf Facebook dokumentieren.

Alles ganz easy? Nein, eine grundlegend entspannte Haltung braucht Disziplin

Mit der progressiven Muskelentspannung können wir viel erreichen. Gelassenheit im Alltag, beruflich und privat. Wir können Ängste abbauen und innere Stärke aufbauen. Doch um das Ziel des PMR-Trainings zu erreichen und einen nachhaltigen Nutzen daraus zu ziehen, müssen wir die Methode über einen längeren Zeitraum regelmäßig üben. Im Fall der progressiven Muskelrelaxation soll das sehr einfach sein, weil man diese Methode ganz für sich allein sowie immer und überall trainieren kann: im Stehen, im Liegen, im Sitzen, zuhause und unterwegs. Das Anspannen und Entspannen dauert auch nicht lang und an stressigen Situationen, die uns immer wieder ans Üben erinnern mangelt es meist auch nicht. Aber wie genau fühlt es sich an, das über zwei Monate zu üben. Wie genau funktioniert das Anspannen der unterschiedlichen Muskelgruppen im Alltag? Und wie sieht es aus, wenn am Ende des Trainingsprozesses alle Muskelgruppen gemeinsam angespannt werden? Ich bin im wahrsten Sinne des Wortes gespannt. Und ihr werdet es erfahren …

Flashdance Reloaded

Mein persönliches Highlight in Berlin war übrigens das Gefühl der absoluten Abgeschiedenheit, mitten in der Hauptstadt, nachdem ich – mit einer gewissen Leichtigkeit zwischen den Ohren, von einem Kirtan kommend – die PIN meiner Handy SIM-Karte dreimal falsch eingab und dann  gar nichts mehr wusste. Und auch für niemanden erreichbar war.