Kategorie: Prosa

Gedankenfreiheit

Gedanken drängen sich, dicht auf, wie auf der Autobahn. Eine Vollbremsung, ich möchte aussteigen. Einatmen, ausatmen. Ein Moment Stille, zeitlos. Das Feuer brennt, die Weite ruht, der Tanz beginnt. Es fühlt sich, es fügt sich – wieder ein Gedanke ein, oh nein. Zurück zum Tanz, einatmen, ausatmen. Der Tanz im Fluss, des Lebens genüsslich und göttlich klar. Nur Weite, in Stille, der Tanz und mein Atem. Frei von Gedanken für einen zeitlosen Moment.

Der Duft einer lauen Sommernacht

Sommer liegt in dieser Nacht. Jetzt schon, wir haben noch Mai. Aber da draußen ist dieses Gefühl von schlafloser Freiheit in der Luft. Es streift die Haut, während man in kurzen Hosen in diese freundliche Jahreszeit hinein schlendert. Das tiefe Einatmen dieser Luft weckt Erinnerungen an ein hoffnungsfrohes Morgen. Es ist Auftrieb und Blühen in Wellen am Strande der Stadt. Diese launige Natur verdreht die Welt und macht die Nacht zu einem einzigen Horizont, dunkelblau oben wie unten. Es fühlt sich an, mit allen Sinnen rundherum eindringlich und so unendlich leicht, schleicht sich die Wahrnehmung dieser lauen Nacht über die Haut durch jede Pore hinauf in die Welt der Gedanken. Stehenbleiben, um die Bewegung zu spüren, innen und außen, rauschend und doch nur ein Hauch – Sommer.