Schlagwort: Achtsamkeit

As Times Goes By

Zeitlos leben. Bewusst keine Zeit haben und feste Termine vermeiden. Eine wundervolle Challenge, um in die Sommerferien zu gleiten.

Die 30 Tage dürften jetzt rum sein. Oder morgen oder übermorgen. Für Zwischenberichte hatte ich keine Zeit, keine die ich mir nehmen musste oder wollte. Dennoch habe ich diese Zeit sehr bewusst und aktiv zeitlos gelebt und erlebt.

Wir sind nicht einmal wirklich zu spät gekommen. Meine Kinder brauchen offenbar weniger Schlaf, als ich dachte. Wenn ich mich nicht um die Zeit kümmere, hat der Flieger meines Mann trotzdem Verspätung und die Parkplätze am Flughafen sind günstiger, wenn man erst nach der Landung des Fliegers los fährt.

Mir ist inzwischen ganz egal, wann der DHL-Mann kommt und ich wundere mich auch nicht mehr, wenn dann plötzlich doch Hermes vor der Tür steht.

Beim Kochen habe ich schon immer lieber auf auf den Kochvorgang und die Speisen geachtet, als auf vorgegebene Zeiten. Kartoffeln kochen dauert so lange, wie es dauert sich noch einen Salat dazu zu machen. Und nach Gefühl kochen macht ohnehin viel mehr Freude.

Arbeit und Leben verschwimmen mehr. Es birgt immer einige Gefahren, wenn die bewusste Freizeit fehlt. Hier wünsche ich mir mittel- bis langfristig doch wieder mehr Struktur*.

*mit dem Laptop auf dem Spielplatz sitzend geschrieben

ZeitLosLeben – die Challenge

Meine nächste Challenge startet irgendwann jetzt und dauert ungefähr 30 Tage. Das mit der Zeit nehme ich in dieser Challenge nicht so genau, denn ich werde ohne Zeit bzw. ohne Uhren leben.

Eigentlich dürfte das ja nichts Neues sein, behaupten wir doch immer alle, wir hätten keine Zeit. Und überhaupt, was ist das eigentlich, diese Zeit? Was ist aus unserer inneren Uhr geworden? Und welche Auswirkungen hat die Zeit auf unsere Psyche, unser Empfinden, unsere Intuition? Ich werde mich in den kommenden Wochen von meiner inneren Uhr, meiner Intuition und von natürlichen Rhythmen, wie Tag und Nacht, leiten lassen. Ich werde schlafen, wenn ich müde bin und essen, wenn ich hungrig bin.

Sämtliche Uhren werde ich aus meinem Blickfeld verschwinden lassen, mit Ausnahme des Weckers meines Sohnes im Kinderzimmer, damit er bis zu den Sommerferien einigermaßen pünktlich in die Schule kommt. Außerdem werde ich mir eine Erinnerung im Handy einstellen, damit ich meine Kinder rechtzeitig aus der Kita und von der Schule abhole. An wichtige Termine lasse ich mich von Menschen in meinem Umfeld erinnern, zum Beispiel damit ich pünktlich im Flugzeug sitze. Ansonsten vertraue ich meinem natürlichen Zeitgefühl.

Diese Challenge ist eine Achtsamkeitschallenge. Es geht darum mehr auf die eigenen Impulse zu achten und weniger nach fremden Zeitvorgaben zu leben.

Ich mag es hyggelig

Als ich den Begriff „Hygge“ erstmals hörte, assoziierte ich ihn merkwürdigerweise mit unserem „Knigge“ und dachte mir, das muss irgendeine Anleitung sein. Und tatsächlich handelt es sich um eine Art Leitfaden, allerdings nicht für vorbildliches Benehmen, sondern für Glück, Wohlbefinden und Gemütlichkeit.

So ganz einfach lässt sich das dänische Wort „hygge“, das ursprünglich aus dem Norwegischen stammt, offenbar nicht übersetzen. Immerhin handelt es sich um ein Lebensgefühl bzw. eine Lebenseinstellung, eine Haltung oder doch nur um einen Einrichtungs- und Dekorationsstil? Ich würde sagen, es handelt sich um das dänische Konzept von Achtsamkeit, Entspannung und herzlicher Atmosphäre.

Hygge ist kuschelig und gesellig, gemütlich und warm, langsam und beseelt. Hygge ist das schöne Gefühl, sich zuhause wohl und geborgen zu fühlen. Und Hygge ist ein Moment im Hier und Jetzt.

Laut des World Happiness Reports gehören die Dänen zu den glücklichsten Menschen der Welt und das trotz des schlechten Wetters und der hohen Steuern.

Es sich im Winter zuhause mit einer Kuscheldecke hyggelig machen, klingt einfach. Doch wie geht das in den Sommermonaten? Nun, da bleibt man am bester länger wach und setzt sich dann mit der Decke nach draußen und genießt nachts noch die frische Luft. Oder man macht ein Feuer, trifft sich mit Freunden zum Grillen oder zum Picknick und auf jeden Fall ist ein liebevoll gedeckter Frühstückstisch total hyggelig.

Hygge ist unbedingt gemeinsame Zeit mit vertrauten Menschen. Die Dänen sind Work-Life-Balance-Profis und haben dank ihrer Überstundenregelungen mehr Freizeit, als Berufstätige im restlichen Europa. Beneidenswert, oder?

Aber was ist noch alles hyggelig? Der alte Sessel, Wollpullis und buntes Geschirr. Gestreifte Lieblingsshirts, selbst gepflückte Blumensträuße, Kinderzeichnungen an den Wänden, knackiges Gemüse, frische Luft, sanfte Musik, Spaß und Lachen, entspannte Atmosphäre, Freunde in der Küche, ein Haustier vor der Couch …

… und vermutlich ist hygge für dich einfach das, was dich entspannt und glücklich macht.

App für dein tägliches Achtsamkeitstraining

Eine tolle App für dein tägliches Achtsamkeitstraining ist in der Meditations-App von 7Mind enthalten. Der eigentliche Zweck der App ist das Meditationstraining. Hierfür kannst du 7 Grundlagen-Mediationen kostenpflichtig freischalten. Aber die App enthält eben auch den kostenfreien 7Minder. Und dieser sendet dir bis zu fünf Mal am Tag unterschiedliche Achtsamkeitserinnerungen als Push-Nachricht auf dein Mobiltelefon. Diese sind wirklich schön und lassen sich gut in den Alltag einbauen.

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Oshos Bewusstsein

„Augen sind einfach nur Fenster; sie können nicht sehen, wenn du nicht durch sie blickst. Wie könnte ein Fenster sehen? Du musst am Fenster stehen, nur dann kannst du sehen.“

Osho bringt das Thema Achtsamkeit hier gewohnt frech, bewusst provozierend und sehr direkt auf den Punkt. Ich liebe das. Ein wunderbares Buch zum Thema Bewusstsein und Meditation.