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56-Tage-PMR-Challenge

56 Tage PMR. Und nein, PMR hat nichts dem prämenstruellen Syndrom zu tun und ist auch keine hippe Diät. PMR ist die Abkürzung für PROGRESSIVE MUSKELRELAXATION, eine anerkannte und wissenschaftlich fundierte Entspannungstechnik nach Edmund Jacobsen. Das Ganze funktioniert so, dass man bestimmte Muskelgruppen bewusst anspannt und wieder bewusst entspannt. Dies trainiert den Muskelsinn, die Wahrnehmung von muskulären Spannungszuständen und die genaue Unterscheidung von Anspannung und Entspannung. Ziel des PMR-Trainings ist es, muskuläre Spannungszustände frühzeitig zu erkennen und auflösen zu können, was mit einem generellen Entspannungsgefühl einhergeht.

PMR ist ein effektives Anti-Stress-Training

Körper und Geist beeinflussen sich gegenseitig. Wenn wir Stress haben, ist unsere Muskulatur angespannt. Entspannen wir unsere Muskulatur, entspannt sich auch der Geist. Dummerweise nehmen wir die körperliche Anspannung in der akuten Stresssituation normalerweise nicht wahr und es dauert entsprechend lange, bis wir uns wieder entspannen. Durch das regelmäßige Training der progressiven Muskelentspannung ist es anders. Denn wir nehmen die Anspannung war und können sie vermindern. Anfangs durch körperliche An- und Entspannung der Muskulatur, später (sofern wir eifrig geübt haben) können wir diesen Prozess sogar rein mental steuern.

Die Challenge

Heute habe ich also begonnen, acht Wochen lang progressive Muskelentspannung zu üben. Nicht weil ich so gestresst bin, sondern weil ich gerade eine Weiterbildung zur Enspannungspädagogin mache. Ich persönlich habe noch keinen PMR-Kurs über so eine lange Zeit gemacht und möchte den Prozess den meine späteren Kursteilnehmer durchlaufen auch selbst erfahren.

Teil dieses Prozesses ist es ein Tagebuch zu führen, in dem das tägliche Üben dokumentiert wird. Da ich mir aber sowieso vorgenommen habe, wieder aktiver im Internet zu sein und weil ich unserer reizenden Dozentin Shakti beweisen möchte, dass ich die acht Wochen voll durchziehe, werde ich den gesamten PMR-Trainingsprozess hier und auf Facebook dokumentieren.

Alles ganz easy? Nein, eine grundlegend entspannte Haltung braucht Disziplin

Mit der progressiven Muskelentspannung können wir viel erreichen. Gelassenheit im Alltag, beruflich und privat. Wir können Ängste abbauen und innere Stärke aufbauen. Doch um das Ziel des PMR-Trainings zu erreichen und einen nachhaltigen Nutzen daraus zu ziehen, müssen wir die Methode über einen längeren Zeitraum regelmäßig üben. Im Fall der progressiven Muskelrelaxation soll das sehr einfach sein, weil man diese Methode ganz für sich allein sowie immer und überall trainieren kann: im Stehen, im Liegen, im Sitzen, zuhause und unterwegs. Das Anspannen und Entspannen dauert auch nicht lang und an stressigen Situationen, die uns immer wieder ans Üben erinnern mangelt es meist auch nicht. Aber wie genau fühlt es sich an, das über zwei Monate zu üben. Wie genau funktioniert das Anspannen der unterschiedlichen Muskelgruppen im Alltag? Und wie sieht es aus, wenn am Ende des Trainingsprozesses alle Muskelgruppen gemeinsam angespannt werden? Ich bin im wahrsten Sinne des Wortes gespannt. Und ihr werdet es erfahren …

Mein Sabbatical, der Rheinfall und was soll das alles überhaupt

All die Jahre im Marketing. Es ging darum, Markenpersönlichkeiten zu entwickeln, zu präsentieren, zu verkaufen und Unternehmensziele zu erreichen. In der Zusammenarbeit mit Unternehmern und Geschäftsführern war jedoch klar, dass es nicht nur um die Persönlichkeiten und Ziele der Unternehmen ging, die wir entwickelten, sondern auch um die persönlichen Ziele, Haltungen und Bedürfnisse der am Unternehmen mitwirkenden Menschen. Es wurde wenig über das Selbstverständnis gesprochen, mit dem ein Inhaber oder eine engagierte Führungskraft persönlich und emotional mit dem Unternehmen verbunden ist. Manchmal flossen die Persönlichkeiten und Ziele ganz natürlich zu einem klarem Bild zusammen. Manchmal kollidierten Sie und blockierten das gesamte Projekt. Ich erlebte charismatische Führungspersönlichkeiten, die ihre Geschäftsidee zu einer starken Unternehmensidentität heranwachsen ließen. Mir begegneten rivalisierende Teams, die sich gegenseitig ausbremsten oder Geschäftsführer, die mit ihren Ängsten das Wachstum des Unternehmens hemmten. All die Jahre im Marketing führten zu der Erkenntnis: Die Markenpersönlichkeit eines Unternehmens zu entwickeln, bedeutet auch, die Persönlichkeit der Menschen hinter der Marke weiter zu entwickeln.  Weiterlesen