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PMR Challenge Abschluss: 8 Wochen PMR – ich hab’s geschafft

Heute schließe ich das Projekt „PMR Challenge“ ab. Ich habe acht Wochen lang ein Programm zum Erlernen der progressiven Muskelentspannung, wie es die Krankenkassen empfehlen, getestet. Insbesondere die Alltagstauglichkeit hat mich interessiert, denn schließlich müssen die Teilnehmer dieser Kurse die progressive Muskelentspannung täglich üben. Gemacht habe ich diesen Selbstversuch aber auch, um herauszufinden, ob ich selbst solche Kurse anbieten möchte. Um das Ergebnis direkt vorweg zu nehmen, in dieser Form werde ich keine Kurse anbieten.

Die Vorteile anerkannter PMR-Kurse über acht bis zehn Wochen sind:

  • Zuschuss von der Krankenkasse.
  • Viele Krankenkassen bieten selbst Kurse an, die für die Mitglieder günstig oder kostenfrei sind.
  • Intensives Training der Körperwahrnehmung durch konzentrierte Beschäftigung mit den einzelnen Muskelgruppen.
  • Tiefer Entspannungseffekt, wenn kontinuierlich geübt wird.

Die Nachteile der Standardkurse sind meiner Meinung nach folgende:

  • Das tägliche Üben lässt sich, je mehr Muskelgruppen geübt werden, zunehmend schlechter in den Alltag integrieren.
  • Mehrfach tägliches üben über mindestens acht Wochen erfordert viel Disziplin und Durchhaltevermögen.
  • Zu wenig Bezug zu den individuellen Stressreaktionen der einzelnen Teilnehmer.
  • Zu allgemeine und abstrakte Ziele bremsen die Motivation.

PMR wirkt positiv bei:

  • Stress
  • Unruhe
  • Erschöpfung
  • Verspannungen
  • Kopfschmerzen
  • Bluthochdruck
  • Angst
  • Schlafstörungen
  • Funktionelle Körperstörungen
  • Schluckbeschwerden
  • Gastrointestinale Störungen

Außerdem könnte dir PMR gefallen, wenn du das autogene Training nicht magst.

NICHT üben solltest die progressive Muskelrelaxation, wenn du einen akuten Migräneanfall hast und wenn du an einer dissoziativen Störung, einer Ich-Störung oder einer Psychose leidest.

Bevor du PMR übst, solltest du mit deinem Arzt sprechen, wenn du unter niedrigem Blutdruck leidest oder Medikamente nimmst.

Mein Fazit nach acht Wochen PMR: Ich möchte alltagstaugliche Entspannungsmethoden vermitteln, die auch für beruflich sehr aktive Menschen geeignet sind. Außerdem sollte es möglich sein, PMR auch während einer Reha-Maßnahme, also binnen drei Wochen zu erlernen und in den Alltag zu integrieren. Aus diesen Gründen habe ich begonnen kompakte Kurskonzepte zu entwickeln.

Ein ganz herzliches Dankeschön geht an alle, die das Projekt in den vergangenen Wochen verfolgt haben. Viele haben mich angesprochen oder sogar mitgemacht. Darüber habe ich mich besonders gefreut. Vielen Dank!

YEAH – Ich bin dann mal fertig

Die taohealth-Ausbildung zum Entspannungspädagogen hat die Bezeichnung Intensivausbildung definitiv verdient. Es war einfach nur intensiv, intensiv, intensiv und es hat Spaß gemacht. „Intensiv“ beschreibt jetzt auch meinen mentalen Zustand ganz gut. Wir haben so viel gelernt und so viel meditiert … Ich glaube, ich habe wunde Stellen an den Synapsen.

Eine schöne Erfahrung war auch das Zusammentreffen der Teilnehmer. Wir kamen alle aus verschiedenen Bereichen und im Zuge der Ausbildung lösten sich die beruflichen Grenzen auf und wir verschmolzen zu einer einzigen Achtsamkeitsbranche. Ob nun Psychologe oder Physiotherapeut, nach der xten Körpermediation ist sowieso alles Eins.

Wer mich jetzt etwas fragen möchte, möge bitte ein paar Tage warten. Ich möchte mich erst noch genauer mit dem Thema Regeneration befassen.

In diesem Sinne, tiefenentspannte Grüße
Ihr Stressmanagement