Schlagwort: Gedanken

Der Fall Wilhelm Reich

Die Schriften und Forschungsarbeiten von Wilhelm Reich wurden zweimal verbrannt und zerstört. Zunächst, bevor er 1939 vor den Nazis in die USA flieht, dort anschließend nach einer jahrelangen Hetzjagd von den McCarthys, die ihn ins Gefängnis bringen, wo Reich kurz vor Ende seiner zweijährigen Haftstrafe stirbt – angeblich an Herzversagen. Die freien Gedanken und Ideen des Psychiaters, der das Individuelle im Menschen entfesseln wollte, passten nicht in die unmenschlichen und rigiden Systeme jener Zeit. Doch nur wenige Jahre nach seinem Tod, leben seine Schriften wieder auf. Sie werden zu wichtigen Wegbegleitern der revoltierenden 68er Generation und zur Grundlage der modernen, körperorientierten Psychotherapie.

In dem Film „Der Fall Wilhelm Reich“ geht es vor allem um seine Forschungen rund um die Orgonenergie. Wer wirklich etwas über Reich und seine Arbeit erfahren möchte, sieht sich lieber eine Doku an. Dieses Drama wurde eben für die Kinoleinwand produziert und zeigt entsprechend leichte Symptome des Eiscreme-Popcorn-Syndroms.

Gedankenfreiheit

Gedanken drängen sich, dicht auf, wie auf der Autobahn. Eine Vollbremsung, ich möchte aussteigen. Einatmen, ausatmen. Ein Moment Stille, zeitlos. Das Feuer brennt, die Weite ruht, der Tanz beginnt. Es fühlt sich, es fügt sich – wieder ein Gedanke ein, oh nein. Zurück zum Tanz, einatmen, ausatmen. Der Tanz im Fluss, des Lebens genüsslich und göttlich klar. Nur Weite, in Stille, der Tanz und mein Atem. Frei von Gedanken für einen zeitlosen Moment.

Der Duft einer lauen Sommernacht

Sommer liegt in dieser Nacht. Jetzt schon, wir haben noch Mai. Aber da draußen ist dieses Gefühl von schlafloser Freiheit in der Luft. Es streift die Haut, während man in kurzen Hosen in diese freundliche Jahreszeit hinein schlendert. Das tiefe Einatmen dieser Luft weckt Erinnerungen an ein hoffnungsfrohes Morgen. Es ist Auftrieb und Blühen in Wellen am Strande der Stadt. Diese launige Natur verdreht die Welt und macht die Nacht zu einem einzigen Horizont, dunkelblau oben wie unten. Es fühlt sich an, mit allen Sinnen rundherum eindringlich und so unendlich leicht, schleicht sich die Wahrnehmung dieser lauen Nacht über die Haut durch jede Pore hinauf in die Welt der Gedanken. Stehenbleiben, um die Bewegung zu spüren, innen und außen, rauschend und doch nur ein Hauch – Sommer.

Mein Sabbatical, der Rheinfall und was soll das alles überhaupt

All die Jahre im Marketing. Es ging darum, Markenpersönlichkeiten zu entwickeln, zu präsentieren, zu verkaufen und Unternehmensziele zu erreichen. In der Zusammenarbeit mit Unternehmern und Geschäftsführern war jedoch klar, dass es nicht nur um die Persönlichkeiten und Ziele der Unternehmen ging, die wir entwickelten, sondern auch um die persönlichen Ziele, Haltungen und Bedürfnisse der am Unternehmen mitwirkenden Menschen. Es wurde wenig über das Selbstverständnis gesprochen, mit dem ein Inhaber oder eine engagierte Führungskraft persönlich und emotional mit dem Unternehmen verbunden ist. Manchmal flossen die Persönlichkeiten und Ziele ganz natürlich zu einem klarem Bild zusammen. Manchmal kollidierten Sie und blockierten das gesamte Projekt. Ich erlebte charismatische Führungspersönlichkeiten, die ihre Geschäftsidee zu einer starken Unternehmensidentität heranwachsen ließen. Mir begegneten rivalisierende Teams, die sich gegenseitig ausbremsten oder Geschäftsführer, die mit ihren Ängsten das Wachstum des Unternehmens hemmten. All die Jahre im Marketing führten zu der Erkenntnis: Die Markenpersönlichkeit eines Unternehmens zu entwickeln, bedeutet auch, die Persönlichkeit der Menschen hinter der Marke weiter zu entwickeln.  Weiterlesen